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DIE SELBSTMORDRATE BEI CLOWNS
Erzählungen und Texte von Serhij Zhadan
Übersetzt und mit einem Glossar versehen von Claudia Dathe
Fotos von Jacek Dziaczkowski
Klappenbroschur, 176 Seiten, 45 Fotos, 17 x 22 cm
ISBN 978-3-940524-04-1
Preis: 19,80 € (D) | 20,25 € (A) | 25,60 CHF (CH)
Was bleibt von der Orangen Revolution, in einem Land, das
zerrieben zu werden droht zwischen Finanzkrise, Oligarchen
und Polit-Elite mit ihren Machtspielen? Der ukrainische
Autor Serhij Zhadan und der polnische Fotograf Jacek Dziaczkowski
erzählen von Clowns im Auslandseinsatz, von Bergarbeitern
im Donbass, von der Mittelschicht in Kiew, den Kiffern von
Charkiw und den ganz normalen Leuten auf den Straßen Lembergs.
Sie erzählen davon, wie schnell die Verhältnisse die Hoffnungen
des Aufbruchs manchmal umschlagen lassen in eine Mischung
aus Melancholie und lakonischer Selbstbehauptung. Jacek
Dziaczkowski hat im Jahr jener Revolution Passanten in Lemberg
fotografiert, die durch ein kleines oranges Zeichen an ihrer
Kleidung Position beziehen. Die Porträts heute zu betrachten,
führt einen zum Kern des Begriffes Melancholie: Man kann
in ihnen ein Scheitern bereits im Entstehen der Hoffnung
ahnen. Mischt Dziaczkowski in seinem Blick Genauigkeit mit
einer Art Zärtlichkeit, so ist die Sprache Serhij Zhadans
poetisch und krass gleichzeitig. Seine Beobachtungen bringen
uns Menschen in den unüberschaubaren Situationen des Umbruchs
nahe und zeigen Verständnis, ja leise Sympathie für ihr
manchmal ziemlich ungewöhnliches Verhalten.
Serhij Zhadan,
Jahrgang 1974, ist einer der einflussreichsten jüngeren
Autoren der Ukraine. Der Dichter und Romancier hat bisher
acht Lyrik-Bände und vier Bücher mit Prosa veröffentlicht.
Auf Deutsch erschienen unter anderem die Romane Anarchy
in the UKR und Depeche Mode.
Jacek Dziaczkowski, Jahrgang
1957. Der 2006 verstorbene Warschauer Fotokünstler machte
die hier gezeigten Porträts während der Orangen Revolution
2004 auf den Straßen Lembergs. Der Zyklus Demokraten
wurde mehrfach ausgestellt.
„Prägnante Erzählungen“
Pressestimmen zu Serhij Zhadan, Die Selbstmordrate bei
Clowns:
- „Der paradoxe Reiz der Bücher von Serhij Zhadan ist
der, dass in ihnen alles auf nichts hinausläuft. (…) Man
unterhält sich köstlich.“
„… schrill, witzig und absurd…“ Iris Radisch in DIE ZEIT
vom 4.2.2010
- „Sein literarischer Raum ist das Hier und Jetzt, das
pralle Leben. Er erzählt Geschichten von seiner Generation
– urban und ohne Nostalgie.“
„In diesen Erzählungen und Feuilletons lernt man viel
über die Ukraine“ Stefanie Peter in der
>>> FAZ vom 28.12.2009
- „Melancholie durchzieht die Texte von Zhadan - Melancholie
und bisweilen auch Zorn“
„… polemisch, ganz down-to-earth und schonungslos direkt…
in einer zupackenden, mit Slang durchsetzten Sprache.“
Ilma Rakusa in der >>>
NZZ vom 3.11.2009
- „Zhadans (...) Annäherung an das (ost)ukrainische
postsozialistische Phänomen gelingt (...) auch als Unterhaltung."
Tatjana Hofmann in
>>> kakanien.revisited
>>>
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