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EINEN TOD ENTWERFEN
Tagebuch eines Selbstmords
Roberta Tatafiore
Mit einer Einleitung von Stefania Giorgi
Aus dem Italienischen und mit einem Nachwort versehen von
Andreas Rostek
Klappenbroschur, 152 Seiten, 13 x 22 cm
ISBN 978-3-940524-09-6
Preis: 12,80 € (D) |13,10 € (A) | 16,50 CHF (CH)
Die, die sie kannten, rühmten ihr Lachen, ihre Energie,
ihre scharfe Intelligenz, ihre Lebensfreude und Fähigkeit,
Freundschaften zu schließen – und zu beenden. Roberta Tatafiore
war eine streitbare Feministin, sie war Publizistin und
Soziologin des Geschäfts mit dem Sex. Eine der einflussreichsten
Figuren der römischen Frauenbewegung, sie gründete zusammen
mit italienischen Prostituierten eine Zeitschrift, die die
Grenzen einreißen sollte zwischen „anständigen Frauen“ und
den „Huren“, sie schrieb für Zeitungen der Linken, sie schrieb
für Zeitungen der Rechten – eine radikale Liberale, allein
ihrem ganz eigenen Begriff von Freiheit verpflichtet. Im
April 2010 hat sie ihrem Leben ein Ende gesetzt.
Kann es ein Akt der Freiheit sein, sich selbst das Leben
nehmen? Welche Gründe kann es dafür geben, wenn man nicht
todkrank ist, nicht gepackt von plötzlicher Verzweiflung,
nicht handelt in einem Moment des Wahns? Sondern bei vollem
Bewusstsein, klar und überlegt. Tatafiore beschreibt den
Weg von der Entscheidung bis zum letzten Schritt. Nachdem
sie einen tödlichen Cocktail aus Tabletten und Drogen und
Alkohol geschluckt hatte, starb sie vor einen Jahr in Rom.
Drei Monate davor führte sie noch Tagebuch, und diesen Text
schickte sie mit der letzten Post an wenige Freundinnen
und Freunde.
„Ein Duell mit dem Tod, das sie drei Monate lang in dieser
überaus aufmerksamen, klaren Sprache führt, fast als wolle
sie in jeder denkbaren Form – auch ästhetisch – die Würde
ihres Abschieds verteidigen, frei von diesem Ballast an
Ressentiments, der jeden Selbstmord begleitet ...“ la
Repubblica
Roberta Tatafiore,
1943 – 2009, eine der schillerndsten Figuren des italienischen
Feminismus, Mitbegründerin der Università delle Donne
in Rom, Gründerin einer Prostituierten-Zeitschrift, Mitarbeiterin
zahlreicher Zeitungen, mehrere Bücher über das Geschäft
mit dem Sex, streitbare Publizistin, Journalistin, Soziologin
– beging im April 2009 Selbstmord.
Pressestimmen:
Deutschlandradio Kultur: http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/kritik/1388124/
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